Flashback-Beitrag vong El Presidente DangerMarv / anno 01.02.2020

Schön war´s! Auftakt gelungen würden wir sagen. Ein erstes Fazit.

Unser erster „Börning Män `19“ war ein Testballon mit vielen offenen Fragen - ein Experiment, ein Kopfzerbrechen, ein Dauerlauf und ein Sprint zugleich. Und das Erfüllen eines langgehegten Traums.

Sicherlich war (noch) nicht alles perfekt.

Geschuldet auch der recht spontanen Überlegung keine drei Wochen vor Silvester zum Jahreswechsel ein eigenes kleines „Burning Man Festival“ zu gestalten - oder zumindest „irgendwie eine sehr große Holzfigur anzuzünden“ - konnten wir natürlich, auch aufgrund der Weihnachtsfeiertage, nicht alles umsetzen und planen, wie wir es gerne gehabt hätten. Zudem konnte für den Erstversuch für nahezu alles nur auf das persönliche Repertoire der Organisatoren zurückgegriffen und hieraus der Partyrahmen aufgestellt werden.

Wir haben getüftelt, experimentiert, überlegt, erbaut:  Rückblickend gab es Punkte die uns gut und besonders gefallen haben, ebenfalls gab es Punkte die wir beim nächsten Mal mit mehr zeitlichen Vorlauf verbessern oder einfach komplett anders machen werden.

Hier gibt die Plus- und Nicht-Minuspunkte als Blogeintrag zum nachlesen.

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Das war cool:

Börning Män Gathering - Das Produkt einer Gemeinschaft

Entstanden aus der Feder einer einzelnen Person, initiiert durch zwei Verrückte und ´nem traurigen Baum, beflügelt durch einen Freundeskreis, auf die Beine gestellt durch viele. Sehr viele. In dörflicher und familiärer Gemeinschaft mit Lust, Enthusiasmus, Wille und Zusammenhalt.

Aus einer Person wurden 2, aus 2 wurden 4, aus 4 wurden 8…. Innerhalb von 2 1/2 Wochen wuchs unsere Gemeinschaft beim Erschaffen des ersten „Börning Män Festivals“ insgesamt auf etwa 30 Leute, welche ihre freie Zeit durchgehend, tage- oder stundenweise geopfert haben. Persönliche Ressourcen wurden selbstlos zur Verfügung gestellt, Kontakte spielen gelassen, geplant, gebaut, telefoniert, organisiert - alles um das bestmögliche innerhalb des kurzen Zeitraums auf die Beine zu stellen.

Ob beim Bauen des Män, beim Palettenstapeln, dem Organisieren des Partyrahmens, dem Zeltaufbau, der Transportlogistik, dem zur Verfügung stellen von Baumaschinen, dem Zusammenkramen von Kleinigkeiten oder einfach nur die Unterstützung der Truppe durch Vorbeibringen von Kaffee und ´ner warmen Mahlzeit zur Stärkung. Ob die Unterstützung durch die örtliche Feuerwehr. Ob die Unterstützung durch spontanbegeisterte und angefixte Anwohner am Silvesterabend. Ob die Nachbereitung, der Abbau, das Aufräumen durch den letzten Rest vom Erdbeerfest.

Jeder gibt was er kann. Und trägt zum großen Ganzen bei.

Eben diese Gemeinschaft ist es, was den Spirit eines solchen Unterfangens erst trägt und genau zu dem macht, was es sein soll: Ein unkommerzielles Fest, eine Schnapsidee, ein Happening, von Freunden für Freunde, für Familie, Dorfbewohner und alle, die sich dem anschließen möchten. Ein Produkt aus Kreativität, Freundschaft, dörflicher Gemeinschaft und Zusammenhalt.

Der erste Män überhaupt. Auf heimischen Boden.

Das Design des Män war eher konstruktiv und statisch einfach gehalten, erbaut aus größtenteils Kantholzresten, gestellt auf einen Turm von aussortierten Einwegpaletten. Alles möglichst noch „irgendwie-per-Hand-und-mit-Manpower“ händelbar. Der Män wurde frei entworfen mittels CAD, der Palettenturm so eher nach Bauchgefühl erbaut, spontan vor Ort noch zur Pyramide inkl. Leitern umfunktioniert, die Befestigung und Verankerung mit Ingenieurs- und Handwerkskunst konstruktiv, stabil und v.a. sicher gelöst.

 Unser Erstgeborener (Män-Höhe 3,7m inkl. Podest) war vielleicht kein Schönling…

…hat aber mit einer respektablen Gesamtbauwerkshöhe von 6,90m eine durchaus gute und imposante Figur gemacht, der bereits beim Aufbau zahlreiche Anwohner, Schaulustige und Interessierte anlockte… und begeisterte!

Die anfängliche Skepsis zur schon doch ordentlichen Gesamtgröße wich später beim Abbrennen dann doch einer objektiveren Betrachtung, dass hier keine Gefahr von diesem „größeren Lagerfeuer“ ausgeht, sodass hier auch zukünftig in der Konstruktion Spielraum nach oben ist.

Das Ding sah auf jeden Fall schonmal ordentlich cool aus. Ídeen für zukünftige Män-Designs sind bereits in der Pipeline. Beim nächsten Mal wird wohl dann doch ein Kran nötig sein… XD

Location und Ambiente - Aus Nichts mach Muschebubu

Unsere Location wurde mit allem geschmückt, was an Strahlern, Lichterketten, Fackeln, Öllampen, Nebelmaschinen, usw. auf und in unseren Dachböden, Partykellern und Geräteschuppen gefunden wurde sowie noch kurzfristig für´n schmalen Taler im Internet aufgetrieben werden konnte.

Unsere Bar haben wir von einem Freund gestiftet bekommen und von einer „Polterabend-Bar“ zur  „Börning Bar“ veredelt. Das alte Militärzelt wurde von der örtlichen Feuerwehr für einen fairen Kurs abgekauft. Die Heizkanone sorgte im Zelt für Tropenatmosphäre. Nebeler, Blitzer und unser kleines Soundsystem sorgten im Zelt für Clubfeeling. Auf der Wiese verteilte Fackeln sorgten zusätzlich zu unseren Feuerstellen nebst Lichterketten für gemütliche Wohlfühlatmosphäre in unserem eigenen „Playa“.

Die Location sah trotz Selfmade-Attitüde - oder erst recht dadurch - bezaubernd aus. Mit viel Liebe und Herzblut wurde hier aus Minimalstem das Maximalste an Gemütlichkeit rausgeholt. Das Sonderlob zahlreicher Gäste und zu später Stund` Dazustoßende bestätigte dies.

Män-on-fire macht die Nacht zum Tag

Das Anzünden des Mäns wurde so geplant, dass Turm und Män unmittelbar vorher vom Team mit flüssigen, handelsüblichen Brandbeschleunigern präpariert und dann per schnurgeführter Rakete aus der Ferne entzündet werden.

Kein guter Plan ohne Plan B…

Die erste Rakete prallte leider unplanmäßig vom Haufen ab und explodierte in 3m Entfernung zum Män. „Joaaa, dat war schonmal nüscht.“ Keine 10 Sekunden später erfüllte jedoch die im Vorfeld platzierte zweite Rakete die Erwartungen der mittlerweile über 100 Schaulustigen, zisch los, knallte in den Haufen, blieb stecken und entzündete mit der Explosion die Brandbeschleuniger.

Ein Feuer war geboren…

Zwar blieb der erhoffte Feuerball und „Booooaaaahh-Effekt“ beim Entzünden aus. Jedoch entwickelte sich das im oberen Viertel des Haufens entzündete Feuer innerhalb weniger Minuten zu einer Feuerwalze und fraß gnadenlos Män und Haufen. Der Män selbst feuerte mit zunehmender Flammengröße nach etwa 2 Min. die am Män platzierten Feuerwerksbatterien an Armen und Kopf ab und lieferte den Schaulustigen so ein echt schönes Spektakel aus Brennendem Mann und Feuerwerk.

Spätestens hier waren alle Schaulustigen und Gäste hellauf begeistert. Hellauf auch, weil der 7m hohe Feuerturm mit seinen bis in 12m Höhe schlagenden Flammen auch noch in 20m Entfernung eine Affenhitze abgab und die Nacht zum Tag machte.

Das, liebe Leute, war definitiv sau cool… und muss definitiv wiederholt werden!

Safety first

Logischerweise wollten wir trotz allen Spaßes, dass niemand durch unser Unterfangen zu Schaden kommt. Unser mehrseitiges Sicherheitskonzept wurde basierend auf der aktuellen Gefahrenabwehrverordnung der zuständigen Verwaltungsgemeinde aufgestellt und vom Ordnungsamt abgenickt. Hier wurde im Vorfeld auf alle möglichen Gefahren, v.a. ausgehend vom Feuer, bereits in der Planungsphase sorgfältig eingegangen und entsprechende Maßnahmen aufgestellt. Crew und ein Teil der Gäste waren hier entsprechend eingeweiht, sollte doch ein kleiner Notfall eintreten.

Großer Dank geht hier auch nochmal an die Freiwillige Feuerwehr Jerchel, welche sich mit Equipment und Gerätschaft um die Gefahrenabwehr und dem Eindämmen des Brandes während der Börning Ceremony gekümmert hat.

Besonderer Dank geht an den Ortswehrleiter Enrico Mertynink, welcher sich bereits im Vorfeld der Crew angeschlossen hat und beim Brandschutzkonzept mit seiner Expertise mitwirkte.

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Was wollen wir noch besser machen:

Rechtzeitige Bekanntmachung und Einladung – Wir hören uns im Sommer

Mit Bekanntgabe im Freundes- und Familienkreis ca. Mitte Dezember, dass wir spontan an Silvester einen „Börning Män“ machen, fanden sich direkt zahlreiche Begeisterte, welche die Idee feierten. Mit Näherrücken von Silvester und dem bis dahin schon in Socialmedia-Kanälen und WhatsApp-Statusmeldungen verbreiteten Fotos vom Orga- und Bauprozess zog die Begeisterung für unser Vorhaben immer größere Kreise – in der heutigen Zeit logischerweise schnell über Landesgrenzen hinaus…

I believe the hype, but…

Viele, die „so gern dabei sein würden“ und es „mega/spitze/genial/oberaffentittengeil/ihr-seid-doch-völlig-bekloppt/usw.“ fanden, waren aufgrund der Kurzfristigkeit größtenteils eben leider an Silvester auch schon anderweitig verplant oder verreist.

Grundsätzlich haben wir die Party ja eh nur als privates Zusammenfinden von Freunden und Interessierten geplant, ohne konkret eine Anzahl an Gästen im Kopf zu haben. So werden wir es auch zukünftig handhaben. Wer kommt, der kommt halt. Und wer nicht, der nicht. Und zur Not sitzen wir eben nur zu zweit auf der Hollywoodschaukel.

Das steigende Interesse im Vorfeld sowie die spontane Begeisterung von Anwohnern (true story: es kam in etwa das halbe Dorf zum Entzünden trotz ihrer privaten Feierlichkeiten) und die Anreise von Bekannten aus umliegenden Ortschaften (same here) hat uns jedoch auch bestätigt:

Die Idee mit so einer brennenden Holzfigur inkl. coolem Partyrahmen stößt auf viel Begeisterung bei Jung und Alt!

Und grundsätzlich möchten wir auch, dass alle, die eben Bock draufhaben, rechtzeitig die Chance bekommen, dabei zu sein und planen zu können.

Zudem benötigen wir selbst auch einfach mehr Vorlauf für Planung, Orga und allen Bau- und Aufbaumaßnahmen, um den Börning Män nicht in Börning Out enden zu lassen.

Deshalb haben wir uns das Ziel gesetzt, spätestens Mitte des Jahres - sagen wir einfach zur Sommersonnenwende - zu verkünden, ob wir die Party nochmal (so) machen (können). (Ja, wir müssen leider erst wieder beim Ordnungsamt und beim Wiesen-Pächter betteln gehen).

Bis dahin wollen Crewmitglieder und die „Bitte, bitte, bitte plant mich nächstes Mal mit ein“-Freunde, dann den entsprechenden Partyrahmen soweit auf dem Blatt Papier haben sowie alle behördlichen Genehmigungen in der Tasche.

Bis dahin believed erstmal the hype.

Bring your Family and Kids

Eine weitere Hürde mit der wir uns gästemäßig konfrontiert sahen: „Geile Sache, aber wohin mit den Kindern?!“. Eben. ´Ne Wiese ist zu so einer Jahreszeit nicht unbedingt einladend, erst recht nicht kinderfreundlich.

Da der Großteil von uns und unseren Freunden mittlerweile Haus, Hof und Kinder hat, gerade bekommt oder noch kriegt – und genannte Racker logischerweise nicht alleine zu Hause gelassen werden können – zumindest nicht ohne das Haus anzustecken - haben wir die Idee gestrickt, extra für alle Freunde und Interessierten mit Kinder ggf. eine Art „Smäland“-Zelt auf die Beine zu stellen, wo sich die Kids über den Abend mit allerlei Spielen wie Tischtennis, Kicker, Rutsche, Torwand, Playstation, Nintendo, etc. beschäftigen können. Eine mögliche Umsetzung der Idee wird aber bei uns intern noch vom „Rat-der-Fliesentischbesitzer“ besprochen. Ebenfalls wird es VIP-Rückzugsbereiche geben, in dem man u.a. auch ggf. Kleinkinder Wickeln, stillen und zum Schlafen unterbringen kann.

Wir wollen jedenfalls eine Möglichkeit schaffen, dass auch Freunde und Bekannte mit Kindern über den Abend stressfrei mitfeiern können. Wie dies konkret aussieht, werden wir im Festivalheftchen entsprechend bekanntgeben.

Burn that fucker! Now! Or later?

Das Thema, was im Vorfeld wohl am meisten Kopfzerbrechen bereitet hat:

Wie zünden wir an? Wann zünden wir? Wie lange brennt der Haufen? Wie brennt der Män? Was passiert, wenn…? Usw.

Da es sowas mit einem reinen Palettenfeuer so bei uns in der Gegend noch nie in der Größe gab, wusste auch keiner von uns so richtig, was genau mit dem Feuer passiert, wie intensiv und wie lange es brennt. Mehr als sich deutlich unterscheidende Kaffeesatzleserei aller Beteiligten und Bekannten war hier nicht drin.

Der Urgedanke des Unterfangens war, zu feiern und den Män zum Jahreswechsel kurz vor 0 Uhr zu entzünden, um mit brennenden Män und Feuerwerk ins neue Jahr zu starten.

Leider wurden im Vorfeld von mehreren Seiten auch Zweifel laut, dass der doch recht ordentliche Holzhaufen (3,5m x 3m x 3m) bis in die Morgenstunden durchbrennen könnte, worauf hin die Brandwache ebenfalls bis morgens gestellt hätte werden müssen.

Es wurde kurzerhand der Entschluss gefasst, dass Feuer bereits irgendwann zwischen 19-20 Uhr zu entzünden.

Einerseits wurde hier ausgeschlossen, dass der harte Kern der Organisatoren bis zum winterlichen Morgengrauen auf der Wiese verweilen muss (wobei es Kandidaten gab, die das locker geschafft hätten… :-D ). Zudem konnten Freunde und Schaulustige sich den Spaß ggf. doch noch angucken, welche bereits den Abend anderweitig verplant hatten. Und zu guter Letzt wurde hier auch noch sichergestellt, dass am Abend bis 0 Uhr aufgrund des Feuers auch wirklich niemand friert.

Soweit zumindest der Plan.

Abgesehen von der Faszination des Anzündens und Abbrennens des Mäns inkl. Haufens ab etwa 19.30 Uhr wurde allen Beteiligten recht schnell klar, dass der Haufen, nachdem er richtig Fahrt aufgenommen hatte, keine 3 Std. brennen würde. Genau gesagt waren Män und Haufen nach anfänglichem, ca. halbstündigem Inferno dann nach nicht einmal 2 Std. zu einem gemütlichen glimmenden Lagerfeuer zusammengeschrumpft. Leider waren zu diesem Zeitpkt. noch über 2 Std. zu Neujahr. Und die verbliebenen dreidutzend Partygäste wollten sich weiterhin am großen warmen Feuer laben (obwohl es natürlich noch andere Feuerstellen gab und ein beheiztes Zelt). Das Feuer wurde über den Abend dann durch entsprechenden Holz- und Palettennachschub aufrechterhalten.

Die Attraktion war hier jedoch schon viel zu früh weg. Das war so nicht ganz der Plan, auch wenn der Abend voll schön war.

Aber, die Erfahrung lehrt auch…

Wir werden hier beim nächsten Mal unsere Grundidee mit der „Neujahrs-Burning Ceremony“ zu 0 Uhr – ähnlich wie es der harte Kern der Organisatoren im Vorjahr in Scheveningen, Den Haag (Holland) erlebt hat - wieder aufnehmen. Die diesjährige Erfahrung hat uns gezeigt, dass die Brenndauer sowie der Aha-, Oho- und Ui-Effekt aufgrund des verwendeten durchgetrockneten Konstruktivholzes von kurzer, aber dafür heftig intensiver Dauer ist. Dann kann das Feuer auch bis 2-3 Uhr vollständig runterbrennen und fertich ist die Laube. Kein Nachlegen notwendig. Keine Feuerwache bis morgens um 8 Uhr. Zudem hat man den Abend über noch die Chance, den Män abseits der Feier über den Abend hinweg bestaunen zu können.

Nach unserem Verständnis ist es eben auch genau dieser kurze intensive Moment des Brennens, auf den die Leute den Abend über hinfiebern sollten:

Wir schaffen einen Moment um 0 Uhr, in dem die Menschen eine gute Stunde einen hölzernen Riesen beim Abrennen zuschauen und dabei in Gedanken mit Blick auf`s vergangene sowie neue Jahr verweilen können.

Burn that fucker down! And start the new year!

Licht und Deko – und Kunst-Installationen

Es war schon supergemütlich. Is´n Fakt. Beim nächsten Mal wollen wir hier aber nochmal ´ne Schüppe drauflegen, was Enthusiasmus und Budget so an Lasern, Strahlern und Flammenwerfern hergeben. Ebenfalls werden wir mit mehr Zeit im Petto deutlich mehr Deko basteln und organisieren können.

Ein weiterer Gedanke: Die unterschiedlichen Feuerstellen in unserem „Playa“ mit beleuchteten (Kunst)-Installationen zu unterstreichen und ausbauen. Ähnlich wie beim Original. Oder mindestens genauso. Bestenfalls besser. :-D Dies kann unterschiedlich aussehen: Ein aus Dixies gebasteltes Stonehenge (vgl. Banksy), ein 1:2-Nachbau vom legendären Traurigen Baum, ein kleiner Tempel aus Paletten, eine Skulptur aus Schrott, bunte Art-Cars, etc., etc. - Je nachdem was Fantasie, Zeit, Ressourcen und v.a. der finanzielle Rahmen aller Beteiligten hergeben. Wir werden jetzt keinen zur-Disco-umfunktionierten-Jumbojet auf die Wiese stellen, aber wenn sich ein Weg findet, das Ambiente mit Licht- und Kunstinstallationen aufzuwerten, überraschen wir gerne…

Leider ist unsere selbstgebaute Tribüne bereits den Pyromanen und Flammen zum Opfer gefallen (R.I.P. Tribüne) - die geplante fahrbare Tribüne fällt somit vorerst schonmal flach. Aber, man soll ja bekanntlich niemals nie sagen. Eine Hommage an den Mayan Warrior und Robot Heart Bus bspw. ist bereits in Planung. Und wir suchen immer noch jemand Mutigen, der mit der fahrenden Bierkiste durch den brennenden Reifen springt.

Wichtig ist uns aber an erster Stelle, dass die Gemütlichkeit sowie Nachhaltigkeit weiterhin im Vordergrund steht. Holz und Paletten werden auch hier wieder unsere besten Freunde sein. Hauptsache schön hyggelig. Generell werden wir den Bebauungsplan „unserer Hood“ detaillieren.

Also, seid gespannt.

Food & Drinks – bring your own

Unsere Idee mit der „join us, but bring your own“-Regel hat unter´m Strich gut funktioniert. Weitestgehend wurde sich hier darangehalten und jeder hat eigene Getränke und Verpflegung mitgebracht. Durch den leichten „Fressalien-Überfluss“ den jeder eingeplant hatte, konnte auch Durchlaufkundschaft, welche unwissend mit leeren Taschen vor den Toren stand, easy mit Getränken und Essen versorgt werden. Unser Gastfreundlichkeits-Credo: „Niemand verlässt hier hungrig oder durstig (bzw. nüchtern) das Gelände! Es wird alles geteilt, so gut es geht!“ Folglich: Niemand ging mit leerem Magen, niemand ging durstig.

Jedoch war das Produkt von „bring your own“ auch ein wirrer Haufen von Grillgut, Bierkisten und Spirituosen hinter der Bar, wo spätestens nach der 2. Grillsession, dem 5. Bier, dem 7. Havanna und 10. Pfeffi – also kurz nach 20 Uhr - keiner mehr den Überblick hatte, was wem gehörte. Gestört hat es ja aber eh keinen groß.

Das Konzept für die Umsetzung der Versorgung der Gäste mit Verpflegung werden wir hier dennoch nochmal überdenken und verbessern. Grundsätzlich ist der Grundgedanke, jeder bringt sich das mit, was er eben braucht und gibt zusätzlich das, was er bereit ist zu geben, super. Dennoch wird dies spätestens mit ggf. steigender Gästezahl logistisch nicht mehr so direkt umsetzbar sein.

Erste Gedanken gehen dahin, dass wir die Bewirtschaftung der Bar und des Grills nicht mehr dem Zufall und gemeinem Partypöbel überlassen und dies zukünftig im Schichtsystem durchführen, in dem das Orga-Team und Freiwillige sich abwechselnd um das Wohl der Gäste kümmert. Ggf. übernehmen wir auch den Verpflegungsrahmen im Vorfeld komplett und verlangen dafür eine pauschale „Spende“ aller Partygäste, um die Unkosten zu deckeln. Vielleicht auch im Rahmen eines Eintrittstickets, indem Verpflegung inklusive ist.

Wir schauen mal.

Sound

1000 Watt Bass sprengen zwar in jeder Wohnung die Fenster aus der Fassung, eine 2ha große Wiese kann man hier logischerweise jedoch nicht komplett druckvoll beschallen. Unser kleines Soundsystem wurde zwar ebenfalls nur aus den privaten Schlafräumlichkeiten eines Organisators stibitzt, nichtsdestotrotz war die Musik und Lautstärke für den Partybereich im Zelt sowie zum Feuer hin doch schon recht ordentlich druckvoll und zufriedenstellend - was auch nochmal durch Nachricht vom anderen Dorfende bestätigt wurde. :-P

Die Mucke selbst war durchweg unterhaltsam und tanzbar, DangerMarv, der DJ-dem-die-Frauen-vertrauen, hat hier mal wieder feinstes Zeug von den Plattentellern klingen lassen. Geprägt von anfänglichem Indie-, Pop- und Rocksound, über 80er, 90er bis hin zu fetten Deephouse- und Elektrobeats. Ein ATB-Sylver-Lasgo-Medley durfte natürlich auch nicht fehlen. Diesen Mix wollen wir auch in Zukunft beibehalten, sodass alle Gäste musikalisch auf ihre Kosten kommen.

Jedoch planen wir, nächstes Mal einen Indoor-Main(stream)floor als Epi(tanz)zentrum mit 80s, 90s und dem Besten von heute mit mehr Bums zu stellen sowie zusätzlich eine mobile Stage für den elektronischeren Playa-Sound an den Feuerstellen, sodass hier unabhängig voneinander verschiedene Mucke, örtlich getrennt, gespielt werden kann. Ebenfalls sollen sich mehrere DJs abwechselnd über den Abend die Zelttürklinke in die Hand geben. David Guetta hat wohl auch schon indirekt Interesse bekundet. Zu viel wollen wir hier aber noch nicht weiter verraten.

Sanifair

Da wir mit steigender Gästezahl auch nicht mehr verantworten wollen, dass der Besitzer unseres Dixis aus privatem Besitz sich mit dem ebenfalls privaten Scheiß(haufen) anderer beschäftigen muss, werden wir nächstes Mal entsprechend mittels Toilettenwagen mit separaten Toiletten für Büblein und v.a. Weiblein aufrüsten. Ebenfalls beugen wir vor, dass sich die Damen bei Minusgraden beim im Buschhocken Frostbeulen holen.

Von den Profis lernen

`Ne Party schmeißen kann jeder. ´Ne coole Party nicht jeder. Auch wenn schon alles ganz cool war, werden wir uns zu allen o.g. Punkten für nächste Mal auch Ratschläge und die Expertise von engen Freunden holen, welche Events professionell bzw. hauptberuflich veranstalten oder betrieben haben. Stellenweise durften wir uns bereits hier Equipment für unseren First-Strike borgen. Letztendlich schadet´s nicht, die Unterstützung von Experten aus dem Bereich Party- und Eventmanagement zu bekommen und diese für unsere Party mit im Boot zu haben. Hier können wir entsprechend nur das bestmögliche – selfmade hin oder her - aus unserer Party rausholen, zudem haben wir ein Bein in der Tür für den Zugriff auf professionelles Equipment, sei´s für Licht oder satten Sound. Weiterhin wollen wir aber unserer Linie, keinen Kommerz und Profit zu betreiben, treu bleiben. Für die Gäste halt nur das Beste, aus beiden Welten…

 

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Sicherlich wird noch der Ein oder andere Punkt in unserem Next-Time-Jourfix am Fliesentisch erweiternd mit hinzukommen, welche rückblickend bei uns als Organisatoren aufploppen.

Updates und News werden wir bei Zeiten nach und nach im Blog veröffentlichen.

Zudem soll ein kleines FAQ, indem bereits die meisten Fragen geklärt werden, bis zur offiziellen Bekanntgabe der nächsten Party entsprechend vom „Rat-der-Fliesentischbesitzer“ ausgearbeitet und hier mitveröffentlicht werden.

Bis dahin, bleibt sauber und habt euch wohl.

Wir sehen uns…

 

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Ruhe in Frieden, Jürgen!
Wir vermissen dich!
#fuckcancer

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